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News: aus Alveslohe 

DEFAULT : 6 spuriger Ausbau der A7 von Flensburg bis Hamburg
16.03.2010 18:42 (3022 x gelesen)

Einwohnerversammlung Alveslohe 02.03.2010
Hauptthema war der 6spurige Ausbau der A7

Änderung der Nachricht "Ergänzung durch Planauschnitt!" (am 16.03.2010)

Der 6 Spurige Ausbau der A7 von Flensurg bis Hamburg war am 02.03.2010 eines der Hauptthemen in der Einwohnerversammlung an der ca. 100 Besucher und Einwohner teil nahmen.

Extra dafür aus Berlin angereist war der verantwortliche Planer der Firma DEGES Berlin, Herr Mario Schönherr.
Unter Mehr Infos lesen Sie den Ausszug aus dem Protokoll der Einwohnerversammlung.

Hier ein von Herrn Schönherr zur Verfügung gestellter Planauschnitt für den Bereich Alveslohe.
 

Ausszug aus dem Protokoll der Einwohnerversammlung vom 02.03.2010
 

Zu Punkt 1: Geplanter sechsstreifiger Ausbau der Bundesautobahn 7 zwischen
der Landesgrenze Hamburg und Bordesholm – Planungsstand und Auswirkungen auf die Gemeinde Alveslohe. (Dipl. – Ing. Mario Schönherr, DEGES Berlin)

Einleitend macht Herr Schönherr deutlich, dass ihm daran gelegen ist, bereits vor dem offiziellen Auslegungsverfahren mit den Gemeinden und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen. Deshalb auch bereits heute eine Information zum Planungsstand auf der Einwohnerversammlung.
Zunächst stellt Herr Schönherr sein Unternehmen vor, welches vom Land Schleswig-Holstein mit dem Projekt beauftragt worden ist.
Der Abschnitt zwischen Hamburg und Bordesholm ist insgesamt in 6 Planungsabschnitte untergliedert,
wovon die DEGES für die Abschnitte 2 – 6 zuständig ist. Bei der Gemeinde Alveslohe handelt es sich um den Abschnitt 5.
In den nächsten Tagen sei mit einer Genehmigung des Entwurfes durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zu rechnen, so dass er voraussichtlich etwa im April nach Kiel zur dortigen Anhörungsbehörde gesandt wird, welche anschließend das Planfeststellungsverfahren einleiten wird.
Es ist nach derzeitigem Stand davon auszugehen, dass etwa im Mai die Auslegung für einen Monat erfolgen wird (Hinweis: Auslegungsort wird das Amt Kaltenkirchen-Land sein. Der Zeitraum der Öffentlichkeitsbeteiligung wird rechtzeitig vorher im Veröffentlichungsblatt, der Umschau, bekannt gegeben werden.)
Herr Schönherr macht deutlich, dass die Autobahn als sogenanntes Public-Private-Partnership-Modell unter Beteiligung eines Privaten (Konzessionärs) für ca. 60 km Autobahn. Die Breite der Autobahn wird von derzeit etwa im Schnitt 11,50 m auf später 14,50 m ausgeweitet. Noch in diesem Jahr sollen Untergrundbohrungen stattfinden.
Das Entwässerungssystem wird in Form von Versickerungsmulden im Randbereich der Autobahn erfolgen, so dass das Niederschlagswasser nicht ins Gelände laufen kann.
Anschließend geht Herr Schönherr vor allem auf das Thema Schallschutz/Schallschutzmaßnahmen im Zuge des Baues ein. Er betrachtet dabei zunächst den Abschnitt ab der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg. Dort beginnend wird ein Lärmschutzwall in einer Höhe von 4 m über der Gradiente geschaffen werden. Im Bereich Rösch wird der Wall etwa auf 7 m Höhe anwachsen, wobei in einigen Bereichen dieser durch den Wall gegebene aktive Schallschutz durch passiven Schallschutz ergänzt werden wird (z. B. Schallschutz- Fenster in den Wohnbauten). Im Zuge der Planungen wurde bereits jeder
Ortsteil bzw. jedes einzelne Gebäude betrachtet. Allerdings schließe dies nicht aus, dass man auch hier noch über einzelne Korrekturen/Anpassungen reden kann. Herr Schönherr bittet deshalb darum, sich die bisherige Planüberlegung bei der Auslegung genauestens anzuschauen und bei Bedarf auch Anregungen und Bedenken anzumelden.
Was die zugrunde gelegten Schallwerte angehe, so seien hier Durchschnittswerte über das gesamte Jahr gebildet worden, d. h., Schallspitzen oder auch -tiefen wurden nicht als Maßstab gewählt. Die zugrunde gelegten Grenzwerte allerdings gelten wie bei einem Autobahnneubau. Der Schallschutzwall verläuft dann weiter bis hin zur Querung der Autobahn durch die L 75. In der Folge wird sich auf etwa 150 m Länge noch ein kleines Stück Schallschutzwand befinden. Im Osten der Autobahn wird sich im Bereich Birkenweg/L 75 ein Wall mit einer aufgesetzten Wand (jeweils 3 m Höhe) befinden.
Für den Schallschutz resümiert Herr Schönherr, dass die geschlossene Ortslage der Gemeinde durch den aktiven Schallschutz im Prinzip komplett schützbar sei und die Grenzwerte dort eingehalten werden können. Sollte sich zusätzlich passiver Schallschutzbedarf ergeben, so wird dieser natürlich finanziert.
Zum Thema Asphaltierung führt Herr Schönherr aus, dass es zwar keinen „Flüsterasphalt“ geben werde (die Vor- und Nachteile von Flüsterasphalt werden im Detail erläutert), aber der neue Asphaltauftrag wird nach den Berechnungen eine Reduzierung des Schalls um etwa 2 Dezibel bringen.
Für die Berechnungen werden die folgenden Geschwindigkeiten zu Grunde gelegt: PKW = 130 km/h sowie LKW = 80 km/h. Eine größere Berechnungsgröße gebe es nicht. Natürlich könne eine spätere
Geschwindigkeitsreduzierung den Schall dann noch reduzieren.
Es schließt sich eine rege und auch intensive Diskussion auch aus der Zuhörerschaft an. Daraus festzuhalten bleibt:
• Anmerkung, dass die Ursachen für Staus insbesondere im Bereich der Anschlussstelle Stellingen und im nicht gelungenen Tunnelmanagement liegen.
• Zugrunde gelegt wird nach derzeitigen Prognosen ein Mehrverkehr bis zum Jahre 2025 von 30 %.
• Die Brücken im Zuge des Verlaufs der A 7 seien grundsätzlich für eine 6-Spurigkeit ausgelegt. Allerdings sei der Beton teilweise zu ersetzen.
• Herr Schönherr rechnet für das Planfeststellungsverfahren wenn alles „glatt läuft“ mindestens 1 Jahr; für die Bauzeit auf jeden Fall etwa 4 Jahre für den Abschnitt. Alles hänge natürlich auch davon ab, ob ein Investor gefunden wird.
• Das gewählte Versickerungssystem über die Mulden wurde mit der Unteren Wasserbehörde abgestimmt.
• Im Bereich Kaden gibt es Restbetroffenheiten, wo ausschließlich mit passivem Schallschutz an den Gebäuden gearbeitet werden muss.
• Ausgleichsflächen: z. B. im Bereich des Breitenburger Moores oder auch fernab am Kanal. 2 Maßnahmen sind in Alveslohe vorgesehen: im Bereich Moorkoppel sowie auch im „Römer“ (hier besteht noch Klärungsbedarf, da der Römer bereits für andere Ausgleichsmaßnahmen belegt ist!).
Im Anschluss an die umfänglichen Ausführungen und Diskussionen bedankt sich Herr Schönherr bei der Zuhörerschaft und der Bürgermeister bei Herrn Schönherr für die offene Information und Diskussion.
 

Protokoll von Herrn Tortsen Ridder vom Amt Kaltenkirchen-Land
Das gesamte Protokoll finden Sie hier.



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Alveslohe, Schleswig-Holstein, Kreis Segeberg
Alvesloher Wappen Beschreibung: In Grün ein silberner Dreiecksschild mit einem roten Pfeileisen (Strahl) mit der Spitze nach rechts; im Schildfuß ein schmalerer silberner Wellenbalken über einem gleichen breiteren

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